Leistungen



AquaEcology bie­tet ein brei­tes Spek­trum an Dienst­leistungen für fast al­le Ge­wässer­systeme wie Tei­che, Seen, Bäche, Flüs­se, Küsten- und Hoch­see­ge­wäs­ser an, ba­sierend auf viel­jäh­rigen Er­fah­rungen in For­schung und Projekt­arbeit. Diese Leis­tungen be­in­hal­ten ne­ben ei­ner um­fas­sen­den Ana­lytik auch Sa­nie­rungs­maß­nahmen bei Bade­ge­wäs­sern und Seen sowie web­ba­sier­tes Daten­manage­ment und Soft­ware­er­stel­lung.


Analysen Bewertung Beratung Sanierung Daten



Analytik von Gewässern


Biologische, chemische und physikalische Kenngrößen im aquatischen Ökosystem

AquaEcology steht eine umfang­reiche Pa­let­te von Para­me­tern zur ein­ge­hen­den Un­ter­su­chung von Ge­wäs­sern zur Ver­fü­gung: Bio­lo­gi­sche Kom­ponen­ten ste­hen oft für Be­wer­tung­sver­fahren im Vor­der­grund. Wir bie­ten vom Plank­ton

über boden­leben­de Or­ganis­men wie
bis hin zu
die quan­tita­tive dif­feren­zierte (bis Artniveau) Be­stim­mung des gesamten Spek­trums aqua­ti­scher Lebe­wesen an, ink­lusi­ve al­ler ent­spre­chenden qua­litäts­sichern­den Maß­nah­men. Auf An­fra­ge kön­nen auch wei­tere Grup­pen (z.B. Insek­ten, Vö­gel) in Zu­sam­men­hang mit aqua­tischen Lebens­räumen (Ufer­bereiche, Auen­flächen) bearbeitet werden.

In der chemischen Analytik wer­den öko­logisch rele­vante an­orga­nische und orga­nische Stof­fe und Ver­bin­dungen in der ge­lösten und parti­kulären Pha­se mit ho­her Ge­nauig­keit be­stimmt. Da­zu wer­den ver­schie­dene Mess­systeme und Me­thoden wie AutoAnalyzer-Systeme, Systeme mit Hoch­temperatur­ver­brennung am Kata­lysator, Gas­chroma­tographie (GC) und die Hoch­druck­flüssig­chromato­graphie (HPLC) ein­gesetzt.
Die physika­lischen und physiko-che­mischen Para­meter wie Tempe­ratur, Salz- und Sauer­stoff­gehalt, pH, Fluo­reszenz u.a. wer­den mit ver­schie­denen Sonden­systemen und Mess­instru­menten er­mit­telt.







Konzeption, Probenahme, Messung und Auswertung

Auf Basis lang­jähriger Er­fah­rungen und ver­öffent­lichter Mess­stra­tegien wer­den von AquaEcology für die je­wei­lige Frage­stel­lung kosten­günstige Mess­kon­zepte mit Alter­nativen vor­ge­schlagen. Da­zu ge­hören land­gestützte Probe­nahmen eben­so wie Schiffs­ausfahrten oder Meso­kosmos­ex­peri­mente. Ent­wick­lungen und Pro­zesse im Öko­system kön­nen durch prog­nosti­sche Mo­del­le ab­ge­schätzt wer­den. Ei­ne Aus­wahl der Ana­ly­sen­tech­niken wird spe­zi­fisch an­ge­boten. Die Aus­wertung und ent­spre­chende gra­fische Dar­stel­lung er­folgen nach sta­tis­tischen Stan­dard­ver­fahren und in ge­wünsch­ter Kom­plexi­tät.

AquaEcology arbeitet nach aktuellen natio­nalen und inter­nationalen Nor­men (DIN, CEN) und Vor­schriften und stellt dem Kunden alle ver­wendeten Methoden und die zu­gehörigen qualitäts­sichernden Maß­nahmen für die Analysen- und Mess­systeme jeder­zeit trans­parent dar. Alle rele­vanten Arbeiten, von der Probe­nahme über die Messung bis hin zur wissen­schaftlichen Aus­wertung, wer­den durch quali­fizierte Mit­arbeiter von Aqua Ecology durch­geführt.



Durchflusszytometrie


Die Durchflusszytometrie - auch Flow-Cytometrie genannt - ist eine Messmethode, die schon seit längerem in der Medizin und inzwischen immer mehr auch in der Biologie angewendet wird. Mit ihrer Hilfe lassen sich in flüssigen Medien einzelne Zellen, z.B. Bakterien, Hefen, Algen und Protozoen im Hochdurchsatz quantifizieren, vermessen und auf ihre optischen Eigenschaften hin untersuchen.

Bei dem Verfahren werden die Zellen an hochenergetischem Licht unterschiedlicher Wellenlänge (Laser) vorbeigeführt. Das Licht wird von den Zellen unterschiedlich stark gestreut, woraus sich Zellgröße und Zellkomplexität ("granularity") errechnen lassen.

Weiterhin können wichtige Information aus eventuell vorhandener Autofluoreszenz oder aus der Anfärbung von Zellkompartimenten wie Nukleinsäuren, Lipiden u.a. mit spezifischen Fluoreszenzfarbstoffen gewonnen werden.

AquaEcology arbeitet mit Geräten der neuesten Generation und qualifiziertem Personal - auch direkt am Probenahmeort. So können hochpräzise Ergebnisse unmittelbar nach der Messung als Entscheidungsgrundlage für mögliche Maßnahmen und Eingriffe ohne Verzögerungen genutzt werden.

Die Durchflusszytometrie kann in den Bereichen Qualitätsmanagement und Monitoring, Forschung und Bewertung oder bei der Prozessoptimierung eingesetzt werden. Die Methode ist für viele Anwendungen deutlich schneller, kostengünstiger und präziser als bisher etablierte Verfahren.

Konkret bietet die Durchflusszytometrie folgende analytische Möglichkeiten:
  • Bestimmung der Gesamt-Individuenzahl
  • Größenklasseneinteilung
  • Detektion unterschiedlicher taxonomischer Gruppen beim Phytoplankton (Pigmentfluoreszenz)
  • Unterscheidung von aktiven und inaktiven Zellen nach spezifischer Färbung
  • Erfassung toxischer Algen oder Krankheitserreger über spezielle Fluoreszenzfärbung
  • Biomasseabschätzung über DNA-Menge bzw. Autofluoreszenz
  • Spezifische Detektion von Krankheitserregern über fluoreszierende Antikörper


Qualitätsmangement und Monitoring

Für viele Bereiche im aquatischen Milieu ist eine schnelle und präzise Analyse von Organismengruppen beim Plankton und bei Keimen und Bakterien gefordert. Hier kann die Durchflusszytometrie genau diese beiden Forderungen - nämlich schnelle und hochgenaue Bestimmungen - für eine große Zahl von Parametern zielgenau erfüllen.
  • Ballastwasserbehandlungssysteme
    • Einhaltung der IMO-Richtlinie
    • Zertifizierung
    • Funktions- und Wirksamkeitskontrolle

  • Badegewässerüberwachung
    • Einhaltung der EG-Badegewässerrichtlinie
    • Toxische Cyanobakterien (Blaualgen)
    • Hygieneparameter

  • Koiteiche / Schwimmteiche / Aquarien
    • Toxische Cyanobakterien (Blaualgen)
    • Hygieneparameter
    • Krankheitserreger

  • Umweltmonitoring
    • Überwachung
    • Pikoplankton / Nanoplankton
    • Toxische Algenblüten

  • Trinkwasser- und Milchanalytik
    • Hygienische Überwachung
    • Keimzahlen
    • Krankheitserreger


Forschung und Bewertung


Durch die vielseitigen Möglichkeiten, über Partikelgrößen, Anfärbetechniken und Fluoreszenzmarkierungen verschiedene Organismengruppen bis hin zu organischen Molekülen wie z.B. Lipide erfassen zu können, kann die Durchflusszytometrie sehr gut in der ökosytemaren Grundlagenforschung eingesetzt werden.

Insbesondere bei den verschiedenen nationalen und internationalen marinen Bewertungssystemen gibt es viele interessante Anwendungsmöglichkeiten.
  • Ökosystemforschung
    • Abundanz und Verteilung von Pikoplankton und Nanoplankton
    • Biomasseabschätzungen über DNA-Analysen
    • Auswirkung physikalischer Umweltveränderungen
    • Versauerung von Gewässern

  • EG-Wasserrahmenrichtlinie
    • Verschiebung von taxonomischen und funktionellen Gruppen
    • Prozess- und Umsatzanalysen im Nahrungsnetz

  • EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie
    • Verschiebung von taxonomischen und funktionellen Gruppen
    • Biodiversitätsfragestellungen
    • Auswirkungen von Offshore-Windkraftanlagen



Prozessoptimierung


Durch die Möglichkeit, die Anzahl von Mikroorganismen, ggf. auch spezifisch, sehr schnell und mit großer Präzision zu bestimmen, ist die Durchflusszytometrie auch für Prozessanalysen in verschiedenen angewandten Systemen gut geeignet.

  • Biogasanlagen
    • Kontrolle und Überprüfung
    • Aktivitäts- und Effizienzüberwachung

  • Kläranlagen
    • Kontrolle und Überprüfung
    • Aktivitäts- und Effizienzüberwachung

  • Algenbiomasseproduktion
    • Kontrolle und Überprüfung
    • Aktivitäts- und Effizienzüberwachung




Sprechen Sie uns einfach an und schildern Sie uns Ihre Wünsche und Probleme. Wir erarbeiten gerne ein individuelles Probenahme- und Analysenkonzept speziell für Ihre Anforderungen.




Bewertung von Gewässern


Allgemeine Ökosystemanalysen

AquaEcology erstellt Funk­tions­ana­lysen von aqua­tischen Sys­temen ba­sie­rend auf ak­tuel­len Be­stands­aufnahmen, his­tori­schen Da­ten und Öko­system­modellen. Sol­che Ana­lysen sind not­wendig, um bei­spiels­weise die Aus­wir­kungen von Stör­fak­toren jeg­licher Art auf die zum Teil sehr komplex ver­knüpften Kom­po­nenten der Nah­rungs­netze zu er­mit­teln und ent­spre­chende Be­wer­tungen zu er­stel­len.
In ent­spre­chen­den Ver­suchs­rei­hen werden die öko­toxi­kolo­gischen Aus­wir­kungen von che­mischen Stof­fen auf unter­schied­liche aqua­tische Orga­nismen; diese Untersuchungen sind auch wichtiger Bestandteil der Analysen kumulativer Effekte, wie sie im Rahmen der Meeresstrategierahmenrichtlinie (MSRL) gefordert werden.







Objektspezifische und internationale Verfahren

Objekt­spezi­fische Be­wer­tungen bei akuten Pro­blemen und inter­national eta­blierte, um­fassende Ver­fahren wer­den an­gebo­ten. Erstere um­fas­sen bei­spiels­weise wenige Para­meter, die sai­sonale Be­lastungen charak­terisieren, wäh­rend letz­tere nach inter­natio­nalen Richt­linien (EG-Was­ser­rahmen­richt­linie, OSPAR Guide­lines) spe­zifi­ziert sind. Hier­bei kön­nen auch ex­terne Da­ten ein­bezo­gen und zu­sätz­lich ge­son­dert be­wer­tet wer­den.


Umweltverträglichkeitsgutachten

Im Rahmen von Umwelt­ver­träg­lich­keits­unter­suchungen ( UVU ) und Plan­fest­stellungs­verfahren ( PFV ) bei Um­bau­maß­nahmen, der Neu­er­rich­tung von An­lagen oder Än­de­rungen in der Ab­was­ser­ein­lei­tung wer­den hydro­bio­logi­sche oder hydro­che­mische Gut­achten er­stellt. Selbst­verständlich er­folgt eine fach­liche Be­glei­tung des ge­samten Ver­fah­rens durch AquaEcology.



Beratung und Projektierung


AquaEcology bie­tet Be­ra­tung und Manage­ment bei grö­ßeren Projekten an. Das be­in­haltet die Er­stel­lung eines Be­ra­tungs­konzepts, die Aus­führung der Pla­nungen und die Or­gani­sation der Lo­gistik so­wie die Durch­führung sämt­li­cher Maß­nahmen in­klu­sive not­wend­iger Mes­sungen. An­wendungs­be­rei­che sind hier ins­be­son­dere die Ge­wäs­ser­sanierung, wis­sen­schaft­liche Fo­rschungs­pro­jekte wie Meso­kos­mos­ex­peri­mente oder Bal­last­wasser­behand­lungen sowie Aqua­kultur­manage­ment.







Projektierung von Sanierungs- und Schutzmaßnahmen

Vie­le na­tür­liche Ge­wäs­ser sind durch Eu­tro­phie­rung (Über­düngung) oder Konta­mi­na­tion mit Schad­stoffen nicht mehr im ur­sprüng­lichen öko­logi­schen Gleich­gewicht. In der Fol­ge kommt es zu über­mäßigem Algen­wachstum, oft auch der gesund­heits­schädlichen und gif­tigen Blau­algen, oder sogar zum Ab­sterben von Mikro­organismen, benthischen Organismen und Fi­schen. AquaEcology er­ar­beitet Kon­zep­te für Sa­nie­rungs- und Schutz­maß­nahmen, un­ter Be­rück­sichti­gung alter­nativer tech­nischer Mög­lich­kei­ten. Durch Pilot­studien kön­nen die er­warteten Ef­fekte über­prüft und in Modell­simu­la­tionen nach­gestellt wer­den.


Effektorientierte Zeit- und Kostenpläne zur Gewässersanierung

Alter­native Kon­zepte zur Ge­wässer­sa­nie­rung wer­den spe­zi­fisch für die Problem­stellung und den Gewässer­typ er­ar­bei­tet und un­ter Be­rück­sichti­gung der op­tima­len Kos­ten-Nut­zen-Re­la­tion und der Zeit­vorgabe vor­gestellt. Hier­bei kann auch die Durch­führung von be­glei­tenden Öffent­lich­keits­maß­nahmen in Form von Se­minaren, Vor­trägen, Falt­blättern und Bro­schüren über­nommen wer­den.


Wissenschaftliche Projekte

AquaEcology be­tei­ligt sich unter­stüt­zend an in­ter­diszi­pli­nären und inter­natio­nalen Forschungs­projekten, auch im Rahmen von Auf­trags­for­schung. So kön­nen um­fang­reiche Meso­kos­mos­experi­mente ge­plant und durch­ge­führt wer­den, um bio­geo­che­mische Pro­zes­se in ver­schie­denen Was­ser­kör­pern nach­zu­ver­folgen. Unter­suchungs­kon­zepte zum Test von Bal­last­was­ser­an­lagen gemäß IMO-Richt­li­nie wer­den er­stellt und um­gesetzt. Ein wei­te­rer Pro­jekt­bereich ist die Über­wa­chung und Op­timie­rung von Aqua­kultur­an­lagen.
Als be­glei­tende Maß­nah­men bie­tet das In­sti­tut auch im Be­reich der wis­sen­schaft­lichen Pro­jek­tie­rung fach­spezi­fische und all­gemein­ver­ständ­liche Wissens­ver­mitt­lung aus dem Be­reich der Gewässer­ökologie in Form von Vor­lesungen, Se­mina­ren, Work­shops, Ex­kur­sionen und Prak­tika an.



Sanierungs- und Schutzmaßnahmen


Durchführung

Auf Ba­sis der er­stell­ten Kon­zep­tio­nen und Pla­nungs­vor­la­gen führt AquaEcology die not­wen­digen Sa­nie­rungs­maßnahmen ggf. zu­sam­men mit ent­spre­chen­den Fach­par­tnern aus. Es kann sich je nach Ge­wäs­ser­ty­pus und Pro­blem­si­tua­tion um Be­lüf­tungs­maß­nahmen, um Se­di­ment­ab­tra­gungen oder auch um die An­wen­dung von Fäl­lungs- und Bin­de­rea­genzien han­deln, die be­stimm­te Stof­fe aus der Was­ser­säule oder aus dem Se­di­ment bin­den oder ent­fer­nen. Auch län­ger­fris­tige Maß­nah­men zur nach­hal­tigen Ent­fernung von Nähr­salzen wie die Be­pflan­zung des Ge­wäs­sers mit be­stimm­ten Pflan­zen­ar­ten im Ufer­be­reich (Prin­zip Pflan­zen­klär­an­lage) wer­den an­ge­bo­ten.







Analytik, Überwachung, Bewertung und Schulung

Um eine mit­tel- und lang­fris­tige Wirk­sam­keit der Ge­wässer­schut­zmaß­nahmen zu ge­währ­leis­ten, kön­nen sie durch zu spe­zi­fi­zie­rende Ana­lysen über­wacht und in Hin­sicht auf die Ef­fek­tivi­tät der Maß­nahmen be­wer­tet wer­den. Auch in die­sem Zu­sam­men­hang kann eine Schu­lung von objekt­gebun­denen Mit­ar­bei­tern für lang­fristige Über­wachun­gen und War­tungs­arbeiten durch­ge­führt wer­den. Da­mit kön­nen von der Ein­holung und Be­wer­tung von An­gebo­ten bis hin zur be­glei­tenden Ana­lytik und Ab­nahme die Maß­nahmen ab­ge­si­chert wer­den.



Datenmanagement und Software


Datenhaltung und Dokumentation

Al­le Ana­ly­sen­da­ten, Maß­nahmen und ex­ter­nen Umwelt­daten kön­nen in Da­ten­ban­ken be­nut­zer­freund­lich und inter­aktiv ge­si­chert und für spe­zi­fi­sche An­fra­gen be­ar­bei­tet wer­den. Ana­lysen und Be­wer­tun­gen wer­den nach ak­kredi­tierten Ver­fahren do­kumen­tiert. Da­rüber hi­naus bie­tet AquaEcology auch die wissen­schaft­liche sta­tis­tische und gra­fische Aus­wer­tung be­reits vor­han­de­ner Da­ten­sät­ze an.







Datenbanken und Serverhosting

AquaEcology bie­tet die Ent­wick­lung be­nut­zer­freund­licher, webba­sier­ter Da­ten­bank­sys­teme wie ta­xo­no­mischer Bild­daten­banken für sämt­liche Or­ga­nis­men­grup­pen an, die auf Ba­sis der selbst­ent­wickel­ten Daten­bank­software biodivDP indi­vi­duell pro­gram­miert und ein­ge­rich­tet wer­den. Ei­ne pro­minen­te An­wen­dung die­ser Daten­bank­software ist die inter­national eta­blier­te taxo­nomi­sche Phyto­plankton­daten­bank Plankton*Net, die einen wich­tigen Bei­trag zur Bio­diver­sitäts­for­schung leis­tet. Die Ent­wick­lung und Im­ple­men­tie­rung die­ser Daten­bank wurde mit fi­nan­ziel­len Mit­teln der BIS Bremer­havener Ge­sell­schaft für In­vesti­tions­för­derung und Stadt­ent­wick­lung mbH sowie der Eu­ro­päischen Union gefördert.

Zur Opti­mie­rung der Daten­manage­ments hat AquaEcology wei­te­re Dienst­leis­tun­gen wie Ser­ver­hos­ting für Da­ten­ban­ken, Pfle­ge der Da­ten sowie die Ent­wick­lung spe­ziel­ler Werk­zeu­ge zur Ver­wal­tung, Über­tra­gung, Dar­stel­lung oder Aus­wer­tung von Da­ten im Pro­gramm.


Softwareentwicklung

AquaEcology ent­wickelt ver­schie­dene Softwaretools für den Ein­satz in bio­lo­gi­schen wissen­schaft­lichen Informations­systemen und Daten­banken. Dazu gehört das neu­artige, web-­ba­sier­te Zähl- und Aus­werte­programm OrgaCount, das zur­zeit für die Er­fas­sung von Phy­to­plank­ton- und Zooplankton­orga­nis­men sowie Makrozoobenthos im­ple­men­tiert ist, aber ebenso für weitere Or­ga­nis­men­grup­pen oder andere zählbare Objekte eingesetzt werden kann.



Dienstleistungsliste


Im Fol­gen­den fin­det sich eine de­tail­lier­te Auf­lis­tung der Ein­zel­dienst­leis­tun­gen von AquaEcology im Be­reich aqua­tische Öko­lo­gie:


Phytoplankton (Meer-, Ästuar- und Süßwasser)

  • Probenahme und Probenverarbeitung
  • Qualitative Analyse der Arten
  • Quantitative Analyse der Artenabundanzen)
  • Biovolumen, Biomasse
  • Diatomeenpräparate inklusive Artenquantifizierung
  • Chlorophyll und andere Fotosynthesepigmente
  • Primärproduktion
  • Datenaufbereitung und -auswertung
  • Bewertung nach EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

Wasser­proben oder Netzfänge werden nach der aktuell gültigen Nomen­klatur auf vorkommende Phyto­plankton­arten der verschiedens­ten taxo­nomischen Gruppen unter­sucht und ent­sprechende Listen erstellt. In fixierten Wasser­proben werden die vor­kommenden Phytoplankton­organismen mit Hilfe eines Umkehr­mikroskops bestimmt und auf Art­niveau oder nach speziellen Gruppen aus­gezählt, um so die Zell­dichte pro Volumen­einheit zu ermitteln (z.B. Indi­viduen pro Liter). Für die Abschätzung der in den Proben vorhandenen Phyto­plankton­biomasse wird jeder Art ein geo­metrischer Körper zu­geordnet. Die zur Volumen­bestimmung not­wendigen Dimen­sionen werden pro Art bei einer repräsen­tativen Anzahl von Zellen ver­messen. Das so ermittelte Bio­volumen wird an­schließend in Kohlen­stoff­biomasse umgerechnet.

Die Chlorophyll­konzen­tration im Wasser als Maß für die vorkommende Phyto­plankton­biomasse kann mit Hilfe eines Fluoro­meters - als aktives Chloro­phyll speziell mit einem 1Hz-Fluoro­meter - oder nach Fil­tration und Extraktion foto­metrisch er­mittelt werden. Weitere Foto­synthese­pigmente werden mittels HPLC quanti­fiziert.

Die Primär­produktion wird mit der Licht-Dunkel-Sauer­stoff­methode be­stimmt. Sollten entsprechende Vor­aussetzungen vorhanden sein, kann für eine Messung auch radio­aktives 14C angewendet werden.


Zooplankton (Meer-, Ästuar- und Süßwasser)

  • Probenahme und Probenverarbeitung
  • Qualitative Analyse (Artenvorkommen)
  • Quantitative Analyse (Artenabundanzen)
  • Größenmessungen, Biomasse
  • Respiration
  • Datenaufbereitung und -auswertung

Wasser­proben oder Netz­fänge werden nach der aktuell gültigen Nomen­klatur auf vor­kommende Zoo­plankton­arten und -gruppen untersucht und ent­sprechende Listen erstellt. In fixierten Proben wird die Häufig­keit von Arten und Gruppen bestimmt, um die Individuen­dichte pro Volumen­einheit zu erhalten. Für Cope­poden werden die einzelnen Entwicklungs­stadien separat erfasst. Bei einer repräsen­tativen Anzahl von Indi­viduen wird die Größe ermittelt.

Die Respiration wird mit der Sauerstoff­methode bestimmt.


Bakterioplankton / Bakterien (Meer-, Ästuar- und Süßwasser)

  • Probenahme und Probenverarbeitung
  • Quantitative Analyse (Abundanzen morphologischer Gruppen)
  • Bakterielle Produktion, Respiration
  • Schnelltests E. coli, Coliforme, Enterokokken
  • Datenaufbereitung und -auswertung

Die Anzahl der im Wasser vor­kommenden freien und an Par­tikel an­gehefteten Bak­terien wird mit einem Epi­fluoreszenz­mikroskop nach voran­gehender Färbung mit spe­ziellen Farb­stoffen bestimmt. Dabei werden unter­schiedliche morpho­logische Typen berück­sichtigt. Für eine Ab­schätzung der Kohlen­stoff­biomasse werden die Größen der unter­schiedlichen Typen bestimmt und schließlich mit Faktoren umgerechnet.

Bei entsprechenden Voraus­setzungen kann die bak­terielle Pro­duktion (Aufbau von Bak­terien­biomasse) mit Hilfe von radioaktiv markierten Substraten gemessen werden.

  • Design spezifischer Oligonukleotide
  • Primerdesign

Ba­sie­rend auf 16S rRNA-Gen­sequen­zen kön­nen hoch­spezi­fische Oli­gonu­kleotide ent­wickelt wer­den. Die­se Oligo­nukleo­tide kön­nen für die Nut­zung in ei­ner spe­zifi­schen PCR oder ver­schie­denen Hybri­disie­rungs­techni­ken opti­miert wer­den.


Phytobenthos (Ästuar- und Süßwasser)

  • Probenahme und Probenverarbeitung
  • Qualitative Analyse (Artenvorkommen aller taxonomischer Gruppen)
  • Quantitative Analyse (Artenabundanzen aller taxonomischer Gruppen)
  • Diatomeenpräparate (inkl. Artenquantifizierung)
  • Datenaufbereitung und -auswertung
  • Bewertung nach EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

Phytobenthosproben von unter­schiedlichsten Sub­straten werden nach der aktuell gültigen Nomen­klatur auf vor­kommende Arten aus sämt­lichen taxo­nomischen Gruppen (z.B. Cyano­bakterien, Dia­tomeen, Grün­algen und weitere) unter­sucht und ent­sprechende Listen erstellt. Die Quanti­fizierung erfolgt wenn möglich auf Art­niveau, an­sonsten nach höheren taxo­nomischen Ebenen und nach spe­ziellen Gruppen.


Makrophyten (Ästuar- und Süßwasser)

  • Freilandaufnahme, Probenahme und Probenverarbeitung
  • Qualitative Analyse (Artenvorkommen)
  • Quantitative Analyse (Artendeckung)
  • Datenaufbereitung und -auswertung
  • Bewertung nach EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

Die vor­kommenden Makro­phyten im Gewässer sowie im Ufer­bereich werden im Frei­land nach der aktuell gül­tigen Nomen­klatur be­stimmt und deren Häufig­keit und Bedeckungs­grad ermittelt. Schwieriger zu be­stimmende Gruppen (z.B. Moose) werden im Labor nach­bearbeitet.


Makrozoobenthos (Meer-, Ästuar- und Süßwasser)

  • Probenahme und Probenverarbeitung
  • Qualitative Analyse (Artenvorkommen: Greifer, Dredge etc.)
  • Quantitative Analyse (Artenabundanz: Greifer, Dredge etc.)
  • Trockengewicht, Biomasse
  • Datenaufbereitung und -auswertung
  • Bewertung nach EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

Sediment­proben oder Dredge-Fänge werden nach der aktuell gültigen Nomen­klatur auf Makrozoobenthosarten unter­sucht und deren Häufig­keit bestimmt.


Fische (Meer-, Ästuar- und Süßwasser)

  • Elektrofischerei und weitere Methoden
  • Qualitative Analyse (Artenvorkommen)
  • Quantitative Analyse (Artenabundanz)
  • Größenbestimmung
  • Altersstruktur
  • Datenaufbereitung und -auswertung
  • Bewertung nach EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

Mit modernen, schonenden Methoden (z.B. Elektro­fischerei) werden die im Gewässer vor­kommenden Fischarten bestimmt und quanti­fiziert. Darüber hinaus kann die Be­stimmung der Größe der Indi­viduen sowie der Alters­struktur der Gemein­schaft erfolgen.


Gelöste chemische Stoffe (Meer-, Ästuar- und Süßwasser)

  • Probenahme und Probenverarbeitung
  • Nährsalze (Ammonium, Nitrat, Nitrit, Phosphat, Silikat)
  • TOC, TDN, TDP
  • Kohlenhydrate, Aminosäuren
  • Sauerstoff
  • Schwermetalle
  • Organische Schadstoffe (auf Anfrage)

Aus filtriertem Wasser werden die gelösten Nährsalze mittels kontinuierlicher Durchflussanalyse (CFA) und anschließender fotometrischer Detektion bestimmt (AA3-Systeme,Seal GmbH). Zur Bestimmung des gesamt gelösten Stickstoffs (TDN) und Phosphors (TDP) wird die Probe vor der CFA mit Peroxodisulfat im Autoklaven aufgeschlossen. Zur Bestimmung von gesamt gelöstem C werden Geräte eingesetzt, die mit Hochtemperaturoxidation am katalytischen Kontakt arbeiten (HTCO). Kohlenhydrate und Aminosäuren werden mit HPLC gemessen. Sauerstoff wird nach der Winkler-Methode an einem Metrohm-Titrationsstand analysiert. Die Schwermetalle werden mit AAS gemessen.


Partikuläre chemische Stoffe (Meer-, Ästuar- und Süßwasser)

  • Probenahme und Probenverarbeitung
  • PC, PN, PP
  • Pigmente
  • Schwermetalle und organische Schadstoffe (auf Anfrage)

Partikulärer Kohlenstoff (PC) und Stickstoff (PN) werden mittel HTCO-Methode direkt von Filtern gemessen. Nach dem Aufschluss mit Peroxid und Schwefelsäure wird der partikulärer Phosphor (PP) fotometrisch mit einem AA3-System bestimmt. Pigmente werden von Filtern extrahiert und mit HPLC analysiert.


Hydrographie (Meer-, Ästuar- und Süßwasser)

  • Freilandmessung, Probenahme
  • Temperatur
  • Salzgehalt, Leitfähigkeit
  • Dichte
  • Redoxpotential
  • Trübung, Fluoreszenz
  • Lichteinstrahlung
  • pH-Wert

Im Rahmen von Felduntersuchungen auf Schiffsausfahrten oder in Mesokosmosexperimenten werden verschiedene physikalische and physico-chemische Parameter mit automatisierten Sondensystemen in-situ gemessen.


UVU, PFV (Meer-, Ästuar- und Süßwasser)

Für umweltökologische Bewertungen, die Grundlage für Umweltverträglichkeitsuntersuchungen (UVU) oder Planfeststellungsverfahren (PFV) sind, werden Gutachten im hydrochemischen und hydrobiologischen Bereich für verschiedene Parameter angeboten:

  • Hydrochemische Gutachten - Schutzgut Wasser
    • Wasserbeschaffenheit: Salzgehalt, Sauerstoff, Nährsalze, Schweb- und Schadstoffe
    • Schadstoffe in Sedimenten: Schwermetalle, PCBs, HCHs, Zinnorganyle
  • Hydrobiologische Gutachten
    • Schutzgut Fauna: Zooplankton, Makrozoobenthos, Fische
    • Schutzgut Flora: Phytoplankton, Phytobenthos, Makrophyten
    • EG-Wasserrahmenrichtlinie


Wasserbehandlung

  • Konzepte und Gutachten zur Gewässersanierung
  • Tests von Ballastwasserbehandlungsanlagen nach IMO-Richtlinie
  • Aquakulturmanagement


Forschung

  • Nationale und internationale Forschungsprojekte
  • Auftragsforschung

Qualifizierung

  • Akademische Ausbildung (Vorlesungen, Praktika, Exkursionen)
  • Populärwissenschaft (Vorträge, Exkursionen)
  • Fortbildung und Weiterbildung (Seminare, Workshops)


Datenmanagement

  • Statistische Auswertung
  • Grafische Aufbereitung
  • Bewertung

Datenbanken

  • Entwicklung webbasierter Datenbanken auf Basis von biodivDP
  • Betrieb, Pflege, Qualitätskontrolle
  • Serverhosting
  • Entwicklung spezieller Werkzeuge nach Benutzeranforderung